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März 2026

Erinnerung als Auftrag: Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau 

Unsere Klassen des BK1, die 2BFH/W2 und das BKFH besuchten die KZ-Gedenkstätte Dachau. Der Besuch verstand sich nicht nur als historische Exkursion, sondern vor allem als Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung demokratischer Werte in einer Zeit, in der antisemitische Einstellungen, menschenfeindliche Ideologien und politischer Extremismus wieder zunehmend sichtbar werden.  

Gedenkstätten wie Dachau machen die nationalsozialistischen Verbrechen konkret erfahrbar. Die Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Konzentrationslager, den Lebensbedingungen der Häftlinge und den Orten systematischer Gewalt verdeutlicht, wohin Ausgrenzung, Entmenschlichung und ideologisch begründeter Hass führen können. Der Besuch bietet Schüler*innen die Möglichkeit, Geschichte nicht nur als abstraktes Wissen, sondern als reale Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu begreifen.  

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage nach individueller und gesellschaftlicher Verantwortung. Angesichts aktueller Entwicklungen – von antisemitischen Vorfällen bis hin zur Normalisierung extremistischer Positionen – kommt der historisch-politischen Bildung eine zentrale Bedeutung zu. Gedenkstättenbesuche fördern Empathie, kritisches Denken und die Bereitschaft, sich aktiv für Menschenwürde, Toleranz und Demokratie einzusetzen.  

Der Besuch der Dauerausstellung sowie zentraler Orte des ehemaligen Lagers machte deutlich, dass Erinnerung kein Selbstzweck ist, sondern ein fortwährender Auftrag an jede Generation. In diesem Zusammenhang gewann ein Zitat des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer besondere Bedeutung:  

Max Mannheimer: 
„Ihr seid nicht für das verantwortlich, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ 

Die regelmäßigen Exkursionen zur KZ-Gedenkstätte Dachau und anderen Gedenkorten der NS-Verbrechen unterstreichen damit den Bildungsauftrag der Beruflichen Schule Riedlingen, junge Menschen für historische Verantwortung zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, demokratische Werte aktiv zu vertreten und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.