QE-Bilanz 2019/20 2. Halbjahr

Berufliche Schule Riedlingen

Die Coronapandemie prägte das vergangene Schulhalbjahr, die Berufliche Schule Riedlingen hat sich dennoch – gerade auch unter diesen Bedingungen – weiterentwickelt. So war der Digitalisierungsprozess an unserer Schule bereits weit fortgeschritten. Ein Umstand, der in der Zeit des Lock-downs sehr hilfreich war. Unsere Schüler/innen und Lehrkräfte haben sich inzwischen an den intensiven Austausch über MS Teams gewöhnt und Onlineunterricht ist ein allseits akzeptierter Teil des Unterrichtsgeschehens geworden.

Digitales Lernen

Unmittelbar vor dem Lock-down wurde als Kommunikationsplattform nahezu schulbreit MS Teams eingeführt. Der Austausch mit Schülerinnen und Schülern im Homeoffice lief und läuft technisch absolut rund. MS Teams nutzen wir auch für unsere Kooperation mit der Hochschule Biberach (s. u.) zum regelmäßigen Austausch über Homeschooling und Online-Vorlesungen.

Über das Sofortausstattungsprogramm des Landes Baden-Württemberg werden weitere 70 Tablets angeschafft, sodass an der Beruflichen Schule Riedlingen zum nächsten Schuljahr insgesamt ca. 310 Tablets in Umlauf sind.

Die Zeit des Lock-downs nutzte das Team um Frau Majstorovic, Frau Rieckmann, Herr Kugler und Herr Kniese dazu, den Medienentwicklungsplan fertigzustellen. Inzwischen ist der MEP von der L-Bank zertifiziert, was Voraussetzung ist, um Finanzmittel aus dem Digitalpakt zu erhalten.

Inzwischen haben wir eine moderne digitale Tafel angeschafft: Unsere Kolleginnen und Kollegen werden die neue Technik im kommenden Schuljahr einem ausgiebigen Praxis- und Alltagstest unterziehen.

Angesichts unserer vielfältigen, weit fortgeschrittenen Aktivitäten beim digitalen Lernen und Lehren hat der Dachverband der deutschen Informations- und Telekommunikations-unternehmen (Bitkom) unsere Schule als erste im Regierungsbezirk Tübingen mit dem Titel „Smart School“ ausgezeichnet. Smartschools sind Leuchtturmschulen, die bei der digitalen Transformation im Bildungsbereich besonders weit sind und andere Schulen mit ihren Erfahrungen inspirieren und unterstützen sollen. Bundesweit dürfen aktuell 61 Schulen diesen Titel führen (Stand Juli 2020).

QE-Projekt „Klasse werden“ und „Klassenrat“

Unter dem Titel „Klasse werden“ wurde eine Sammlung von erlebnispädagogischen Übungen/Spielen zusammengestellt, die die Gruppendynamik in unseren Klassen insbesondere zu Schuljahresbeginn fördern soll. Diese Aufbereitung erlaubt Kolleginnen und Kollegen den Einsatz dieser Tools mit geringem Vorbereitungsaufwand.

Die Implementierung eines Klassenrates stand im Focus des 2. QE-Projektes. Der Klassenrat ist eine Art Klassenkonvent. Anliegen bzw. Probleme, aber auch anstehende Projekte/Veranstaltungen werden hier zusammen mit der Klasse besprochen. Die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, Förderung von kommunikativen, sozialen und demokratischen Kompetenzen sind vordringliche Projektziele.

Kooperation mit der Hochschule Biberach

Die Kooperation mit der Hochschule Biberach ist zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch geworden, bei dem in diesem Halbjahr natürlich Vor – und Nachteile des digitalen Lernens im Vordergrund standen. Wie kann man Schüler oder Studenten zu Hause motivieren? Welche Fallstricke gibt es beim digitalen Unterricht? In diesem speziellen Feld ist der Austausch sehr fruchtbar, auch weil unsere Lernenden – Studenten auf der einen, Abiturienten auf dem 2. Bildungsweg auf der anderen Seite – sehr ähnlich sind.

eTwinning

Wir haben bei einer eTwinning-Konferenz in Frankreich Kontakte zu Schulen in Spanien und den Niederlanden geknüpft. Das länderübergreifende Projekt beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Themen wie Diskriminierung, Vorurteilen und kritischem Denken, aber auch mit der Corona-Pandemie. Es wird in den Sprachen Englisch und Spanisch geführt und soll den interkulturellen Austausch und die sprachliche Kompetenz fördern. Eine persönliche Begegnung von Schülern war wegen der Coronapandemie leider nicht möglich, wir werden die Beziehungen aber künftig intensivieren.

Lernrückmeldung

In diesem Jahr fand bereits die zweite Runde von „LUUISE“-Projekten bei uns im Haus statt. Begleitet von speziell geschulten Fachberatern greifen Kolleginnen und Kollegen Probleme aus ihrem Unterricht auf (sogenannte „Knacknüsse“) und bearbeiten diese in einem formalisierten Rahmen in der Klasse. Besonderer Wert wird auf die Messbarkeit der Resultate gelegt.

Industrie 4.0

Ein Quantensprung in der Ausstattung findet aktuell in den Werkstätten So wurde die Kfz-Werkstatt im abgelaufenen Schuljahr komplett neu möbliert. Unsere Auszubildenden werden dort außerdem im Herbst zwei neue Lehrfahrzeuge (Audi TT, A3) vorfinden. Für den Einstieg in das Thema „Industrie 4.0“ wurde der erste Teil einer mobilen Teststrecke angeschafft, die den Auszubildenden ab Ende des Jahres zur Verfügung stehen soll. Last but not least hat die Berufliche Schule Riedlingen 5 neue Drehmaschinen erworben. Wir stellen damit sicher, dass der schulische Teil der Ausbildung technisch auf der Höhe der Zeit durchgeführt wird.