Abiturprüfungen 2013

Fragt man die Schülerinnen und Schüler der WO2 nach der Stimmungslage kurz vor den schriftlichen Abiturprüfungen, so hört man Altbekanntes. Die einen sind guten Mutes und gehen voller Zuversicht und Selbstvertrauen in die Prüfungen, die anderen eher ängstlich oder unsicher angesichts der Frage, ob es denn tatsächlich langen wird. Die Vorbereitungszeit auf das Abitur - darin sind sich alle einig - ist eine schwere Zeit. Die Motivation zum Lernen und die Konzentration so lang aufrecht zu erhalten, ist kein leichtes Unterfangen.

Doch trickreich waren die angehenden Abiturienten: man versuchte sich in unterschiedlichen Lerntechniken, stellte Lernpläne auf und... hielt sich eisern daran! Feste Tages- und Lernstrukturen machten einiges leichter und dennoch wollte der ein oder andere an der Fülle des Lernstoffes schier verzweifeln. "Geteiltes Leid ist halbes Leid" lautete daher das Motto der zahlreich gebildeten Lerngruppen. Doch auch die klassischen "Lernhelfer" kamen zum Einsatz: Unmengen von Schokolade sorgten während der Vorbereitung für (kurze) Glücksmomente, die dankbar angenommen wurden.
 

Noch ist der Prüfungsraum leer, aber in wenigen Minuten wird er bis auf den letzten Platz besetzt sein. Traditionell beginnen die Prüfungen mit dem Fach Deutsch. Nun heißt es für die 33 Abiturienten die richtige Wahl zu treffen. Dieses Jahr stehen drei Lektüren zur Auswahl, die ein breites literarisches Spektrum abdecken. "Die dunkle Seite des Mondes" von M. Suter konkurriert mit dem Sozialdrama "Vor Sonnenaufgang" von G. Hauptmann und dem „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann. Neben den Lektürethemen besteht die Möglichkeit, sich an einer Erörterung, einem Essay oder einer Text- bzw. Gedichtinterpretation zu versuchen. Nachdem die Entscheidung gefallen ist, gilt es fünf (!) Zeitstunden konzentriert an einem Thema zu arbeiten.
 

Nach diesem Schreibmarathon gibt es einen Tag Pause, bevor das Profilfach Wirtschaft auf dem Plan steht. Diese Prüfung dauert insgesamt 240 Minuten und ist in die drei Stoffgebiete Betriebswirtschaftslehre (90 Minuten), Volkswirtschaftslehre (60 Minuten) und Rechnungswesen (90 Minuten) gegliedert. In jedem der drei Teile müssen die Schüler dabei aus zwei Aufgaben eine zur Bearbeitung wählen. Nach dem kombinierten BWL-/VWL-Teil (150 Minuten) folgt eine 30minütige Pause, die die Schüler zum Durchschnaufen und Regenerieren verwenden können. Diese halbe Stunde wird sehr individuell genutzt. Die einen machen einen Spaziergang und tanken frische Luft, andere verziehen sich in das Auto und geben sich ihrer Lieblingsmusik hin. Wieder andere schaffen es in der Zeit nicht, etwas zur Ruhe zu kommen oder sind bereits so geschafft, dass die Motivation für den dritten und letzten Teil nur noch schwer aufzubringen ist. Aber nach weiteren 90 Minuten ist dann auch der Rechnungswesenteil der Prüfung geschafft und das Wochenende steht bevor - natürlich um die Kenntnisse in den noch verbleibenden Prüfungsfächern Mathematik und Englisch aufzufrischen. Möge die Übung gelingen!
 

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