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01.07.2010

BFR Turbovisite bei Audi

Wenn die Jungs von der BFR und der M1Mb so schnell schreiben würden, wie so ein kleiner Audi R 8 Flitzer fährt, dann würde der Artikel vom Besuch der Metaller bei Audi in Neckarsulm schon längst in der Zeitung und im Netz stehen. So aber brauchte es seine gewisse Zeit, bis der von seinem Deutschlehrer sanft genötigte Jannik Röschner (BFR) seinen Artikel fertig hatte. Hier ist er:

Am 14. Juni gingen wir nach Neckarsulm, wo sie sich die Audi R8-Produktion befindet. Dort bekamen wir eine gute Führung und erfuhren alles über Audi und die Produktion von Automobilen der Luxusklasse. Da es in den Fertigungshallen gewöhnlich sehr laut zugeht und unser Führer nicht immer schreien kann, wurden wir mit funkbetriebenen Kopfhörern ausgestattet. Zuerst aber stolperten wir am Eingangsbereich des Audi-Zentrum gleich einmal die Highendprodukte: Vom A 6 bis zum A 8 W12 mit eingebautem Faxgerät und weiteren luxuriösen Ausstattungen wie zum Beispiel dem Massagesitz, stand alles da, wovon Männer samstags vor der Ziehung der Lottozahlen träumen, oder was Hendrik und ich danach diskutieren, denn den hätten wir bestimmt gekauft, wenn bloß die Zahlen gestimmt hätten.

Dann ging es mit einem Bus weitzer zur R8-Produktion. Durch das Reifenlager ging es zur Karosseriefertigung, wo uns erklärt wurde, aus was die Karosserie  besteht und wo sie Gewicht sparen können. Wir sahen zu, wie die Karosserie zusammengebaut wird und wer in der Arbeitsgruppe wofür zuständig ist. Sobald die Karosserie so weit ist, dass man die weitere Ausstattung einbauen kann, geht es in verschiedenen Arbeitsschritten weiter.

Dabei muss ein spezieller Arbeiter immer auf Einkaufstour in den Teilesupermarkt gehen,  in dem er alle Teile bekommt, die für den weiteren Einbau benötigt werden. So nähert sich die Fertigungsgruppe Schritt für Schritt dem gewünschten Kundenauto. Ein Audi ist nämlich kein Massen-, sondern ein custome-made-Produkt, das Auto für Auto auf die jeweiligen individuellen Kundenwünsche zurechtgeschnitten werden kann.

Neben dem sparsamen VR8 Motor gibt es noch einen durstigeren V10-Motor. Überhaupt gibt es bei Audi keine Grenzen außer dem Geldbeutel, erklärte uns unser freundlicher Führer. Und Julia würde ganz bestimmt einmal einen Audi fahren, wo sie doch jetzt schon mit zwei Handys herumtelefoniert, fügte er noch hinzu. Aber nur einen R8 mit zwei Lenkrädern gleichzeitig, sagte dann H., der bei uns in der Klasse immer das letzte Wort haben muss.

Zum Schluss der Führung erfuhren wir noch etwas über die Ausbildung. Von durchschnittlich 2000 Bewerbern im Jahr würden etwa 200 einen Lehrlingsvertrag bekommen. Der sei in der Regel der Einstieg in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, vorausgesetzt der Azubi besteht seine Prüfung.

Danach ging es in den Ausstellungsbereich, wo wir all die Autos bewundern konnten, die wir uns im Traum niemals leisten können.

             
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Wirtschaftsoberschule Baden-Württemberg