Landkreis Biberach in Baden-WürttembergBerufliche Schule RiedlingenAbitur in zwei Jahren in der Beruflichen Schule RiedlingenGewerbliche BerufsschuleHauswirtschaftliche BerufsschuleKaufmännische BerufsschuleGewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule
07.03.2010

Entzauberung der Favoriten und das Anrollen der Dampfwalze

Fast hätte der erneute Wintereinbruch dem Sportjournalisten die rechtzeitige Ankunft zum SMV-Turnier verschneit und fast hätte ihn ein scharf schießender Stürmer beim Einschießen vor dem Spiel auch noch abgeschossen. Da fehlte nicht viel – ein paar Handbreit weiter nach Oben und der Berichterstatter hätte seine Recherche bei DEM dort Droben fortgesetzt, denn der Schuss war wirklich stramm und die Schädeldecke des Berichterstatters nach jahrelanger Schulabnützung bekanntlich ziemlich dünn. So aber konnte er sich in der Vorrunde live von der hohen Qualität des Turniers in der Sporthalle der Realschule überzeugen, das die SMV mit ihren Betreuungslehrern OSTR Roth und OSTR Klepsch-Panter organisiert hatten.
Super Teams gab es da zu bestaunen und angesichts der Kreativität in der Wortwahl konnte man fast schon weiche Knie bekommen. „Locker Flockig“ – unter diesem Pseudonym trat das Team der BK1W2 an und gleich fielen einem die locker flockigen Geschichtsstunden ein. Mit „mean machines“ – ich schreibe hier mal zur Verdeutlichung in der Lautschrift „miehn mäschiens“ – mit diesem verträumten Namen wollte die Parallelklasse das Turnier gewinnen. Seltsam nur, dass im Klassenzimmer gewöhnlich eher die Atmosphäre einer rotierenden „drum machine“ herrscht. Traumfußball versprach das Team der „Dreamsoccer“ aus der M2MB, während der FC WO ganz prosaisch nur seine Klasse sprechen ließ und sich wie immer auf das Duell mit den „Paukers United“ freute. Unter diesem seltsam bedrohlich klingenden Namen hatten sich die noch sportwilligen und sportfähigen Lehrer zusammengefunden. Dann kam da noch der „FC Zigeunien“ – neben „Geknatz 2010“ (2 BFW1) die echt exotische Namensvariante. Doch keine Zigeuner oder rassige Zigeunerinnen traten da an, nein es waren die Schüler des BVJ und BEJ, die mit dieser Namensgebung durchaus ihr Talent zur Kreativität unter Beweis stellten. Und bevor ich’s noch vergesse: Auch „Game Over“ war vertreten, wobei ich bis zur Stunde nicht weiß, wie die 2BFW2 mit diesem Namen ihr erstes Gruppenspiel bestreiten konnte, da für mich nach der Vorrunde aus postalischen, haushaltspolitischen sowie beziehungstechnischen Gründen definitiv Schluss sein musste. 

So sehen Sieger aus: Nach Sieg jedenfalls roch es im Team der Paukers United nach dem sensationellen 4:1 Sieg über  „Locker Flockig“, die ihrem Namen wohl zu viel der Ehre antun wollten und das Auftaktspiel gegen die Lehrer allzu flockig angehen ließen. Die wiederum hatten ihre Lektion vom letzten Jahr gelernt, heimlich Rache geschworen, fleißig trainiert und für Verstärkung und Verjüngung im Sturm gesorgt, so dass es 3:0 für die Pauker stand, bevor Locker Flockig so recht realisierte, dass sie hier gerade von der Dampfwalze der vermeintlichen Underdogs überrollt worden waren und mit ihrem Anschlusstreffer in der achten Minute so etwas wie den Willen zum Aufbäumen signalisieren konnten. Doch dann. Herrlich, wie der von Andreas Häfele scharf geschossene Distanzschuss zum 4:1 im Netz zappelte, einen am Boden zerschmetterten Gegner zurückließ und so die Lehrer so ihren ersten Turniersieg feiern konnten.

 Als nie zu schlagende Topfavoriten waren die Mädchen und Jungs der Wirtschaftsoberschule angetreten und mussten ihr Auftaktspiel gegen die Dreamsoccers bestreiten. Eine leichte Aufgabe sollte man meinen, hatte der FC WO doch mit Eugen, Michael und Jonas einen bärenstarken Liga erprobten Sturm und mit Manuel einen Keeper zwischen den Pfosten, der es mit einem Adler, einem Hildebrandt oder einem Lehmann jederzeit hätte aufnehmen können. Dazu dann noch die zarte Verstärkung aus – man muss es mal betonen, unsere Frauen sind die Champions – taktisch klug zur Verwirrung des Gegners gedacht, die ob ihrer Berufswahl von einer solchen Quotenregelung nur laut träumen können. Doch kündigte sich gleich im ersten Spiel die Entzauberung der Favoriten an. Hatten die Dreamsoccers mit Zaubermitteln für eine Lähmung ihres Gegners gesorgt? Häten sie sich nicht besser "Metallhammers" genannt? Denn geradezu hammerhart schlugen sie zu, dass sogar der Turnierleitung das Lächeln auf den Lippen gefror? Und wo blieb die Wunderwaffe der WO? Denn Jana Bolte – wir agieren hier mal Busch und dem Reim zu Ehren namensändernd – machte nicht immer, was der Eugen wollte. Dem war der Frust anzumerken. So sorgte er mit einem weiten Knaller dafür, dass bei den Dreamsoccers die Träume nicht allzu sehr ins Kraut schossen, während Manuel mit wahren Hechtparaden die Torausbeute der Metaller in überschaubaren Grenzen hielt und die Zitterpartie am Ende 3:3 ausging. Das zum Zwischenstand, aus dem Paukers United als Erster hervorging. Alles weitere mit dem Eintreffen des Korrespondentenberichts.
 

                       
internetservice internetso
Wirtschaftsoberschule Baden-Württemberg